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Symbiose - Was ist das?

Ein orange-weiß gestreifter Clownfisch schwimmt zwischen den langen gelblichen Tentakeln einer Seeanemone
Clownfisch und Seeanemone sind ein bekanntes Beispiel für eine Symbiose (Symbolfoto: HWall / Shutterstock)
Die schnelle Antwort

Eine Symbiose ist das Zusammenleben von zwei Lebewesen verschiedener Arten, von dem beide einen Vorteil haben. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zusammenleben. Bekannte Beispiele sind Bienen und Blüten, Clownfische und Seeanemonen oder Flechten, die aus einem Pilz und einer Alge bestehen. Manche Partner kommen auch allein zurecht, andere können ohne einander nicht überleben.

Eine Symbiose ist das Zusammenleben von zwei Lebewesen verschiedener Arten, von dem beide Partner einen Vorteil haben. Das Wort kommt aus dem Altgriechischen, von "syn" für zusammen und "bios" für Leben. Ein bekanntes Beispiel sind Bienen und Blüten. Die Biene holt sich Nektar als Nahrung. Dabei bleibt Pollen an ihr hängen, den sie zur nächsten Blüte trägt und diese so bestäubt.

Sind die Partner sehr unterschiedlich groß, nennt man den größeren Wirt und den kleineren Symbiont. Den Begriff Symbiose hat der Naturforscher Anton de Bary 1878 in die Biologie eingeführt. Er hatte Flechten untersucht.

Wie eng die Partner verbunden sind

Nicht jede Symbiose ist gleich eng. Man unterscheidet drei Stufen, je nachdem, wie abhängig die Partner voneinander sind.

FormWie engBeispiel
Protokooperationlocker, beide kommen auch allein zurechtMadenhacker befreien Büffel und Giraffen von Parasiten
Mutualismusregelmäßig, aber nicht lebensnotwendigAmeisen schützen Blattläuse und fressen deren süßen Honigtau
Eusymbioselebensnotwendig, allein nicht lebensfähigBlattschneiderameisen züchten Pilze, die sich ohne sie nicht vermehren können
Irrtum: In einer Symbiose kann keiner ohne den anderen leben

Das gilt nur für die engste Form, die Eusymbiose. Bei der Protokooperation haben zwar beide einen Vorteil, sie könnten aber ohne einander weiterleben.

Beispiele aus der Natur

Symbiosen sind in der Natur überall. Der größte Teil der Biomasse auf der Erde besteht sogar aus symbiotischen Systemen, weil viele Bäume und Sträucher von anderen Arten bestäubt werden.

Putzer gibt es nicht nur im Meer: Eine Krähe putzt einem Sambarhirsch das Ohr (Foto: Sriini / Shutterstock)
Putzer gibt es nicht nur im Meer: Eine Krähe putzt einem Sambarhirsch das Ohr (Foto: Sriini / Shutterstock)
  • Flechten bestehen aus einem Pilz und einer Alge. Die Alge stellt durch Fotosynthese Zucker her, den der Pilz aufnimmt. Der Pilz versorgt die Alge dafür mit Wasser und Nährsalzen.
  • Pilze an Baumwurzeln liefern den Bäumen Wasser und Mineralstoffe aus dem Boden und bekommen dafür Zucker. Man nennt das Mykorrhiza. Orchideen können ohne sie gar nicht leben.
  • Putzerfische fressen großen Fischen wie Haien die Parasiten von der Haut.
  • Bakterien im Darm helfen Kühen und anderen Wiederkäuern, Pflanzennahrung mit viel Zellulose aufzuschließen.
  • Knöllchenbakterien leben in den Wurzeln von Erbsen, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten.
Das Kraftwerk in unseren Zellen

Die engste Symbiose steckt in uns selbst. Die Mitochondrien, oft "Kraftwerke der Zelle" genannt, waren nach der Endosymbiontentheorie einmal eigenständige Bakterien. Irgendwann in der Frühzeit der Evolution sind sie in eine andere Zelle aufgenommen worden und dort geblieben. Dafür spricht, dass Mitochondrien bis heute eine eigene Erbsubstanz haben und sich wie Bakterien durch Teilung vermehren. Bei den Chloroplasten der Pflanzen war es ähnlich.

Symbiose, eng und weit gefasst

In Europa versteht man unter Symbiose nur das Zusammenleben zum gegenseitigen Vorteil. In der US-amerikanischen Fachliteratur wird das Wort weiter gefasst. Dort zählt jedes enge Zusammenleben verschiedener Arten dazu, auch der Parasitismus, bei dem einer auf Kosten des anderen lebt. Genau so hatte Anton de Bary den Begriff 1878 auch gemeint.

Was hast Du gelernt?
  1. Was ist eine Symbiose?

  2. Was bedeutet das griechische Wort?

  3. Wie heißt die engste Form, bei der die Partner allein nicht lebensfähig sind?

  4. Woraus besteht eine Flechte?

  5. Was waren Mitochondrien nach der Endosymbiontentheorie ursprünglich?

Quellen 2
  1. Wikipedia, Symbiose · abgerufen 28.09.2026
  2. Wikipedia, Mitochondrium · abgerufen 28.09.2026
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Für Referat und Hausarbeit

quickpedia.de: "Symbiose: Bedeutung, Formen und Beispiele aus der Natur". Stand: 02.10.2026. Online unter: https://quickpedia.de/wissenschaft/biologie/symbiose (abgerufen am [Datum Deines Abrufs]).

Wissenschaftlich (an APA angelehnt)

quickpedia.de. (2026, 2. Oktober). Symbiose: Bedeutung, Formen und Beispiele aus der Natur. Abgerufen am [Datum Deines Abrufs], von https://quickpedia.de/wissenschaft/biologie/symbiose

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