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Erste Worte auf Spanisch

Eine Person im roten Strickpullover hält ein Lehrbuch mit der Aufschrift Español und der spanischen Flagge im Arm
Ein paar Worte Spanisch sind schnell gelernt (Foto: Evgeniia Primavera / Shutterstock)

Hola, gracias, por favor - mehr braucht es am Anfang nicht. Wer die ersten Worte auf Spanisch kann, bestellt den Kaffee selbst, grüßt die Nachbarn im Ferienhaus und bekommt dafür fast immer ein Lächeln zurück. Grammatikfehler verzeiht man Anfängern sofort. Was zählt, ist der Versuch.

Der Versuch lohnt sich auch über den Urlaub hinaus, denn Spanisch ist eine Weltsprache und wächst weiter. Wer heute die ersten Worte lernt, kann sie auf zwei Kontinenten anwenden. (Europa und Südamerika)

520 MillionenMenschen sprechen Spanisch als Muttersprache
636 Millionensprechen es insgesamt, Lernende eingerechnet
20 Länderhaben Spanisch als Amtssprache

Instituto Cervantes, Jahresbericht "El español en el mundo" 2025

Begrüßen und verabschieden

Die Begrüßung richtet sich nach der Tageszeit. "Buenos días" gilt am Vormittag, nach dem Mittagessen wechseln Spanier zu "buenas tardes", und wenn es dunkel wird, zu "buenas noches". Wer sich das nicht merken will, sagt einfach "hola". Das passt immer.

  • "Hola" - Hallo, die Allzweckbegrüßung zu jeder Tageszeit
  • "Buenos días" - Guten Morgen, guten Tag
  • "Buenas tardes" - Guten Tag am Nachmittag und frühen Abend
  • "Buenas noches" - Guten Abend und zugleich Gute Nacht
  • "Adiós" - Auf Wiedersehen
  • "Hasta luego" - bis später, der lockere Abschied unter Bekannten

Zum Abschied gibt es noch mehr Varianten, etwa "hasta mañana" für "bis morgen". Für den Anfang reichen aber "adiós" und "hasta luego" völlig aus.

Bitte, danke, Entschuldigung

Höflichkeit öffnet Türen, und auf Spanisch kostet sie nur drei Wörter. "Por favor" heißt bitte, "gracias" heißt danke, und wer besonders dankbar ist, sagt "muchas gracias" - vielen Dank.

  • "Por favor" - bitte, wenn man um etwas bittet
  • "Gracias" - danke
  • "Muchas gracias" - vielen Dank
  • "De nada" - gern geschehen, die Antwort auf ein Danke
  • "Perdón" - Verzeihung, auch um Aufmerksamkeit zu bitten
  • "Lo siento" - es tut mir leid

Zwischen den beiden Entschuldigungen gibt es einen feinen Unterschied. "Perdón" passt für den Rempler im Bus oder wenn man jemanden ansprechen möchte. "Lo siento" sagt man, wenn es ernster ist und man echtes Bedauern ausdrücken will.

"Bitte" ist nicht gleich "bitte"

Im Deutschen ist "bitte" auch die Antwort auf "danke". Wer das wörtlich überträgt und auf "gracias" mit "por favor" antwortet, sorgt für Verwirrung - "por favor" gehört nur zur Bitte. Die richtige Antwort auf ein Danke ist "de nada".

Die ersten Sätze über dich

Nach der Begrüßung kommt schnell die Frage nach dem Namen. Mit zwei kurzen Sätzen ist man dabei.

  • "Me llamo Anna" - ich heiße Anna
  • "¿Cómo te llamas?" - Wie heißt du?
  • "¿Qué tal?" - Wie geht's?
  • "Bien, gracias" - gut, danke
  • "Soy de Alemania" - ich komme aus Deutschland
  • "Sí" und "no" - ja und nein

Das "¿Qué tal?" ist dabei mehr Floskel als echte Frage, ähnlich wie das englische "How are you". Eine ausführliche Antwort erwartet niemand.

Merkzettel

Mit "hola", "por favor" und "gracias" kommst du fast überall durch. Dazu ein "no entiendo" für den Notfall - und die erste Unterhaltung auf Spanisch kann nicht mehr schiefgehen.

Wenn der Wortschatz endet

Irgendwann kommt der Moment, in dem das Gegenüber schneller spricht, als man hören kann. Auch dafür gibt es feste Sätze, die jede Situation retten.

  • "No entiendo" - ich verstehe nicht
  • "¿Habla inglés?" - Sprechen Sie Englisch?
  • "Más despacio, por favor" - langsamer, bitte
  • "No hablo español" - ich spreche kein Spanisch
  • "¿Dónde está...?" - Wo ist...? Praktisch für Bahnhof, Toilette oder Strand
  • "La cuenta, por favor" - die Rechnung, bitte
  • "¿Cuánto cuesta?" - Was kostet das?

Gerade "más despacio, por favor" wirkt Wunder. Die meisten Spanier wiederholen ihren Satz dann geduldig und deutlich langsamer.

So spricht man es aus

Die gute Nachricht zum Schluss: Spanisch wird weitgehend so gesprochen, wie es geschrieben steht. Ein paar Regeln genügen für den Anfang. Das "h" bleibt stumm, "hola" klingt also wie "ola". Das Doppel-l in "me llamo" wird wie ein deutsches "j" gesprochen, das "ñ" in "mañana" wie das "nj" in "Cognac". Das "v" klingt eher wie ein weiches "b".

Fragen erkennt man im Spanischen schon am Schriftbild, denn vor jeder Frage steht ein umgedrehtes Fragezeichen - "¿Qué tal?". Beim Sprechen hebt sich die Stimme am Satzende, genau wie im Deutschen.

Was hast Du gelernt?
  1. Was antwortet man auf "gracias"?
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    "De nada" - gern geschehen. "Por favor" wäre die wörtliche, aber falsche Übersetzung des deutschen "bitte".

  2. Welche Begrüßung passt zu jeder Tageszeit?
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    "Hola" - sie funktioniert morgens, mittags und abends.

  3. Wie spricht man das "h" in "hola"?
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    Gar nicht, es bleibt stumm - das Wort klingt wie "ola".