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Schulformen in Deutschland

Zwei Schülerinnen von hinten melden sich im Klassenzimmer, vorne steht eine Lehrerin an der grünen Tafel
In Deutschland gehen alle Kinder zuerst auf die Grundschule, meist vier Jahre lang (Symbolfoto: Kzenon / Shutterstock)
Die schnelle Antwort

In Deutschland gehen alle Kinder zuerst auf die Grundschule, meist vier Jahre lang, in Berlin und Brandenburg sechs. Danach wechseln sie auf eine weiterführende Schule, etwa ein Gymnasium, eine Realschule, eine Hauptschule oder eine Schule, die mehrere Abschlüsse unter einem Dach anbietet. Weil Bildung Sache der Länder ist, heißen die Schulen je nach Bundesland verschieden. Das Gymnasium ist die größte weiterführende Schulform.

In Deutschland beginnt die Schule für alle Kinder mit der Grundschule. Sie dauert meist vier Jahre, in Berlin und Brandenburg sechs. Danach geht es auf eine weiterführende Schule. Die bekanntesten sind das Gymnasium, die Realschule und die Hauptschule. Dazu kommen Schulen, die mehrere Abschlüsse unter einem Dach anbieten, etwa die Gesamtschule. Im Schuljahr 2024/2025 gingen rund 8,9 Millionen Kinder und Jugendliche auf eine allgemeinbildende Schule.

Warum jedes Bundesland anders ist

Für die Schulen sind in Deutschland nicht der Bund, sondern die Länder zuständig. Das nennt man Kulturhoheit der Länder. Jedes Bundesland entscheidet selbst, welche Schularten es gibt, wie sie heißen und wie lange sie dauern. Deshalb sieht das Schulsystem von Land zu Land anders aus.

Der Aufbau in drei Stufen

  • Primarbereich: die Grundschule, meist Klasse 1 bis 4. In einigen Ländern dauert sie sechs Jahre, oder die Klassen 5 und 6 bilden eine eigene Orientierungsstufe.
  • Sekundarbereich I: die weiterführende Schule bis zur 9. oder 10. Klasse. Er endet mit dem Hauptschulabschluss, dem Realschulabschluss oder der Versetzung in die Oberstufe.
  • Sekundarbereich II: die Oberstufe am Gymnasium oder an der Gesamtschule, die zum Abitur führt, oder eine berufliche Schule, etwa im dualen System aus Betrieb und Berufsschule.

Neben diesen Regelschulen gibt es Förderschulen für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Die weiterführenden Schulen

Gymnasium. Es führt direkt zum Abitur, der Berechtigung für ein Studium. Es ist die größte weiterführende Schulform in Deutschland.

Realschule. Sie endet nach der 10. Klasse mit dem Realschulabschluss, auch Mittlere Reife genannt. Danach kann eine Ausbildung, eine berufliche Schule oder eine Oberstufe folgen.

Hauptschule. Sie führt zum Hauptschulabschluss. In etlichen Ländern ist sie als eigene Schule abgeschafft, in den ostdeutschen Ländern wurde sie gar nicht erst eingeführt. Der Hauptschulabschluss lässt sich dort an anderen Schulen erwerben.

Schulen mit zwei Bildungsgängen. Sie bieten den Haupt- und den Realschulabschluss unter einem Dach. In mehreren Ländern haben sie die getrennte Haupt- und Realschule abgelöst.

Schulen mit drei Bildungsgängen. Dazu gehört die Gesamtschule. Sie bietet alle drei Wege an, bis hin zum Abitur.

SchulartSchülerinnen und Schüler 2024/2025
Grundschulen3.161.028
Gymnasien2.279.575
Schulen mit drei Bildungsgängen, etwa Gesamtschulen1.217.426
Realschulen773.159
Schulen mit zwei Bildungsgängen710.516
Hauptschulen132.221
Irrtum: In Deutschland gibt es überall Hauptschule, Realschule und Gymnasium

Das dreigliedrige Schulsystem gibt es so längst nicht mehr in jedem Bundesland. Etliche Länder haben die Hauptschule abgeschafft oder mit der Realschule zusammengelegt. Die Hauptschule als eigene Schule besuchten 2024/2025 nur noch gut 130.000 Jugendliche. An Schulen mit zwei oder drei Bildungsgängen waren es fast 1,9 Millionen.

Wie viele Kinder welche Schule besuchen

Die meisten Schülerinnen und Schüler gehen auf die Grundschule, dort sind alle Jahrgänge der ersten Schuljahre versammelt. Unter den weiterführenden Schulen liegt das Gymnasium klar vorn. Von den gut 5,1 Millionen Schülerinnen und Schülern an den Schularten der Tabelle nach der Grundschule besuchten 2024/2025 mehr als vier von zehn ein Gymnasium. Die Zahlen schließen die Oberstufen mit ein.

rund 8,9 Mio.Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen
rund 3,2 Mio.davon an Grundschulen
rund 2,3 Mio.an Gymnasien

Schule in Deutschland, Schuljahr 2024/2025

Wie unterschiedlich die Länder vorgehen, zeigen Berlin und Hamburg. Hamburg hat 2009 Haupt- und Realschulen abgeschafft und dafür Stadtteilschulen gegründet. Berlin hat 2010 Hauptschule, Realschule und Gesamtschule zur Integrierten Sekundarschule zusammengefasst. Neben ihr gibt es dort nur noch das Gymnasium.

Ganz anders ist das Schulsystem in den USA, wo alle Kinder eines Jahrgangs dieselbe Schule besuchen. Mehr dazu im Beitrag Schulformen in den USA.

Was hast Du gelernt?
  1. Wer ist in Deutschland für die Schulen zuständig?

  2. Wie lange dauert die Grundschule in Berlin und Brandenburg?

  3. Welche weiterführende Schulform hat die meisten Schülerinnen und Schüler?

  4. Was ist eine Schule mit zwei Bildungsgängen?

  5. Welcher Abschluss berechtigt zum Studium?

Quellen 4
  1. Statistisches Bundesamt, Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen (Schuljahre 2010/2011 bis 2024/2025) · Stand 26.01.2026, abgerufen 29.09.2026
  2. Statistisches Bundesamt, 0,9 % mehr Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2024/2025 (Pressemitteilung) · Stand 01.03.2025, abgerufen 29.09.2026
  3. Wikipedia, Hauptschule · abgerufen 29.09.2026
  4. Wikipedia, Bildungssystem in Deutschland · abgerufen 29.09.2026
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Für Referat und Hausarbeit

quickpedia.de: "Schulformen in Deutschland: Grundschule, Gymnasium und Co. im Überblick". Stand: 03.10.2026. Online unter: https://quickpedia.de/schule/schulformen-deutschland (abgerufen am [Datum Deines Abrufs]).

Wissenschaftlich (an APA angelehnt)

quickpedia.de. (2026, 3. Oktober). Schulformen in Deutschland: Grundschule, Gymnasium und Co. im Überblick. Abgerufen am [Datum Deines Abrufs], von https://quickpedia.de/schule/schulformen-deutschland

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