Griechische Götter - Liste mit Beschreibungen

Die wichtigsten griechischen Götter sind die zwölf Olympier, die nach dem Glauben der alten Griechen auf dem Berg Olymp wohnten. An ihrer Spitze steht Zeus. Zu ihnen gehören Hera, Poseidon, Demeter, Athene, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hephaistos, Hermes und Dionysos, in manchen Fassungen Hestia statt Dionysos. Die Römer haben die meisten von ihnen mit eigenen Göttern gleichgesetzt, so wurde aus Zeus Jupiter und aus Aphrodite Venus.
Die griechischen Götter sind die Götter, die die Menschen im antiken Griechenland verehrt haben. Die wichtigsten von ihnen sind die zwölf olympischen Götter, die nach dem Glauben der Griechen auf dem Olymp wohnten, dem höchsten Berg des griechischen Festlands. An ihrer Spitze steht Zeus, der Herr über Himmel, Donner und Blitz. Zu ihnen gehören außerdem seine Frau Hera, sein Bruder Poseidon, die Göttinnen Demeter, Athene, Artemis und Aphrodite sowie die Götter Apollon, Ares, Hephaistos, Hermes und Dionysos. Jeder von ihnen ist für einen eigenen Bereich des Lebens zuständig, und jeder hat Erkennungszeichen, an denen man ihn auf Vasen, Münzen und Statuen bis heute erkennt.
Woher wir die Götter kennen
Eine Heilige Schrift wie die Bibel oder den Koran hatten die Griechen nicht. Ihr Wissen über die Götter steckte in Mythen, Festen und Bildern. Den größten Einfluss hatten die beiden Epen Homers, die "Ilias" und die "Odyssee", die vermutlich im 8. Jahrhundert vor Christus entstanden sind. Wie die Götter entstanden sind und wer mit wem verwandt ist, hat der Dichter Hesiod in seiner "Theogonie" erzählt, deren Titel "Entstehung der Götter" bedeutet.
Die Götter der Griechen sehen aus wie Menschen und benehmen sich oft auch so. Sie lieben, streiten, sind eifersüchtig und rächen sich. Die Menschen haben ihnen Tempel gebaut, Tiere geopfert und Geschenke gebracht und dafür im Gegenzug ihre Hilfe erwartet. Einen solchen Glauben an viele Götter nennt man Polytheismus.
Vom Chaos zu Zeus
Die Olympier sind nicht die ersten Götter. Vor ihnen haben zwei ältere Göttergenerationen geherrscht, und beide Male hat ein Sohn den Vater gestürzt. Ganz am Anfang ist laut Hesiod das Chaos entstanden, eine leere Weite.
Wie Zeus an die Macht gekommen ist
- AnfangAus dem Chaos taucht Gaia auf, die Erde. Sie bringt Uranos hervor, den Himmel.
- TitanenGaia und Uranos bekommen zwölf Kinder, die Titanen. Die Titanen lehnen sich gegen ihren Vater auf, und Kronos wird Herrscher der Götter.
- KronosWeil ihm vorhergesagt worden ist, dass ihn eines seiner Kinder stürzen wird, verschlingt er alle, die seine Frau Rhea zur Welt bringt. Es sind Hestia, Demeter, Hera, Hades und Poseidon.
- ZeusAls ihr jüngstes Kind geboren wird, versteckt Rhea es in einer Höhle auf Kreta. Kronos bekommt stattdessen einen in Windeln gewickelten Stein und schluckt ihn.
- RückkehrDer erwachsene Zeus zwingt Kronos, seine Geschwister wieder auszuspeien. Als Erstes kommt der Stein heraus.
- SiegZeus und seine Geschwister führen Krieg gegen die Titanen und gewinnen. Die Besiegten werden gefesselt in den Tartaros gesperrt, tief unter die Erde.
Nach ihrem Sieg haben sich die drei Brüder die Welt geteilt. In der "Ilias" erzählt Poseidon, wie das geschehen ist. Die Brüder haben gelost. Zeus hat den Himmel bekommen, Poseidon das Meer und Hades die Unterwelt. Die Erde und der Olymp sollten allen gemeinsam gehören.
Die zwölf olympischen Götter
Zwölf Hauptgötter haben die Griechen spätestens seit dem späten 6. Jahrhundert vor Christus gemeinsam verehrt. In Athen hat Peisistratos, ein Enkel des gleichnamigen Tyrannen, um 522 vor Christus auf dem Marktplatz einen Altar für die zwölf Götter errichtet. Der Geschichtsschreiber Thukydides hat das später festgehalten.
Die Götter in Zahlen

Zeus
Zeus ist der König der Götter und herrscht vom Olymp aus über Götter und Menschen. Er ist der Gott des Donners und des Blitzes und wacht über Recht und Ordnung. Als jüngstes Kind von Kronos und Rhea hat er seinen Vater gestürzt und die Herrschaft übernommen. Zeus hat mit vielen Göttinnen und sterblichen Frauen Kinder, und von seinen Affären erzählen zahlreiche Mythen.
Hera
Hera ist zugleich Schwester und Frau des Zeus und damit Königin der Götter. Sie ist die Göttin der Ehe, der Geburt und der Fruchtbarkeit. Für die Seitensprünge ihres Mannes hat sie sich immer wieder an seinen Geliebten und an deren Kindern gerächt.
Poseidon
Poseidon beherrscht das Meer, und er ist außerdem der Gott der Pferde und der Erdbeben. Mit seinem Dreizack lenkt er die Wellen. Seeleute haben ihn um Schutz gebeten. Zu seinen Kindern gehören das geflügelte Pferd Pegasus und der Zyklop Polyphem, den Odysseus in Homers "Odyssee" geblendet hat.
Demeter
Demeter ist die Göttin des Ackerbaus und der Ernte. Ihre Tochter Persephone ist von Hades in die Unterwelt entführt worden und muss seitdem einen Teil des Jahres dort verbringen.
Solange Demeter um ihre Tochter trauert, kümmert sie sich nicht um die Erde, und die Pflanzen sterben. Kehrt Persephone zurück, wächst alles wieder. So erklärt der Mythos den Wechsel der Jahreszeiten.
Athene
Athene ist eine Tochter des Zeus. Laut Hesiod hat Zeus sie selbst aus seinem Kopf geboren. In der Sage springt sie dabei schon erwachsen und in voller Rüstung heraus. Sie ist die Göttin der Weisheit, des Handwerks und des Krieges. Um die Stadt Athen hat sie mit Poseidon gewetteifert. Poseidon hat den Athenern eine Quelle mit Salzwasser geschenkt. Athene schenkte ihnen den ersten Olivenbaum. Die Stadt hat sich für Athene entschieden und trägt bis heute ihren Namen.
Apollon
Apollon ist der Gott der Musik, der Weissagung und der Heilkunst, und er wird auch mit der Sonne verbunden. Seine Mutter Leto hat ihn und seine Zwillingsschwester Artemis auf der Insel Delos geboren. Sein wichtigstes Heiligtum lag in Delphi. Dort haben die Griechen das Orakel befragt, und sie hielten den Ort für den Mittelpunkt der Welt.
Artemis
Artemis ist die Göttin der Jagd und der wilden Tiere und zugleich eine Helferin bei der Geburt. Wie streng sie sein kann, erzählt der römische Dichter Ovid. Der Jäger Aktaion hat sie beim Baden überrascht. Zur Strafe hat sie ihn in einen Hirsch verwandelt, und seine eigenen Jagdhunde haben ihn getötet.
Ares
Ares ist der Gott des Krieges, und zwar der blutigen, rohen Seite des Kampfes. Die anderen Götter mochten ihn nicht, mit Ausnahme von Aphrodite, die seine Geliebte war. Hoch angesehen war er dagegen in Sparta. Sein römisches Gegenstück Mars hatte in Rom eine viel größere Bedeutung und galt dort als Beschützer der Stadt.
Aphrodite
Aphrodite ist die Göttin der Liebe und der Schönheit. Laut Hesiod ist sie aus dem weißen Schaum im Meer entstanden, nachdem Kronos seinen Vater Uranos entmannt und dessen Glied ins Meer geworfen hatte. Verheiratet ist sie mit dem Schmiedegott Hephaistos, doch sie hat Affären, unter anderem mit Ares. Fast immer begleitet sie Eros, der Gott der Liebe. In der ägyptischen Göttin Hathor haben die Griechen später eine Form ihrer Aphrodite gesehen.
Hephaistos
Hephaistos ist der Gott des Feuers und der Schmiede der Götter. Hera hat ihn laut Hesiod ohne Zutun des Zeus zur Welt gebracht. Er hinkt, und doch ist er der Handwerker der Götter. In seiner Werkstatt sind der Helm und die Flügelschuhe des Hermes entstanden und die Rüstung des Helden Achilleus. Handwerker haben ihn als ihren Schutzgott verehrt.
Hermes
Hermes ist der Bote der Götter. Mit seinen Flügelschuhen bewegt er sich schnell zwischen der Welt der Götter und der Welt der Menschen, und er begleitet die Seelen der Toten in die Unterwelt. Er schützt außerdem Hirten, Reisende und Kaufleute und sogar die Diebe. Seine Mutter ist Maia, eine Tochter des Titanen Atlas.
Dionysos
Dionysos ist der Gott des Weines und der Feste. Er ist der jüngste der Olympier, und seine Mutter war keine Göttin, sondern die sterbliche Semele. Ihm zu Ehren haben die Griechen die Dionysien gefeiert, ausgelassene Feste, die bei den Römern Bacchanalien hießen.
Wer zu den Zwölf gehört, haben schon die Griechen unterschiedlich gesehen. Auf dem Fries des Parthenon in Athen sitzt Dionysos unter den zwölf Göttern. In anderen Fassungen zählt stattdessen Hestia dazu, eine Schwester des Zeus.
Hades
Hades ist ein Bruder von Zeus und Poseidon, gehört aber nicht zu den zwölf Olympiern. Bei der Teilung der Welt hat er die Unterwelt bekommen und herrscht dort über die Toten. Seine Frau ist Persephone, die Tochter der Demeter, die er zu sich entführt hat.
Griechische und römische Namen
Die Römer haben viele griechische Götter mit ihren eigenen Göttern gleichgesetzt. Deshalb tragen dieselben Götter in Büchern, Filmen und Museen oft zwei verschiedene Namen. Nur Apollon heißt bei Griechen und Römern fast gleich.
| Griechischer Name | Römischer Name | Zuständig für | Erkennungszeichen |
|---|---|---|---|
| Zeus | Jupiter | Himmel, Donner, Recht und Ordnung | Blitz, Adler, Eiche |
| Hera | Juno | Ehe, Geburt, Fruchtbarkeit | Pfau, Kuckuck, Kuh |
| Poseidon | Neptun | Meer, Pferde, Erdbeben | Dreizack, Pferde, Delfine |
| Demeter | Ceres | Ackerbau und Ernte | Getreide, Füllhorn, Fackel |
| Athene | Minerva | Weisheit, Handwerk, Krieg | Helm, Eule, Olivenbaum |
| Apollon | Apollo | Musik, Weissagung, Heilkunst | Leier, Bogen, Schwan, Sonne |
| Artemis | Diana | Jagd, wilde Tiere, Geburt | Bogen, Hirsch, Jagdhund |
| Ares | Mars | Krieg | Rüstung, Speer, Schild |
| Aphrodite | Venus | Liebe und Schönheit | Taube, Rose, Myrte |
| Hephaistos | Vulcanus | Feuer und Schmiedekunst | Amboss, Hammer, Zange |
| Hermes | Merkur | Botschaften, Reisende, Handel | Heroldstab, Flügelschuhe, Hut |
| Dionysos | Bacchus | Wein und Feste | Trauben, Weinranken, Panther |
Auf dieselbe Weise haben die Römer auch fremde Götter gedeutet. Als der Geschichtsschreiber Tacitus über die germanischen Götter berichtet hat, hat er ihren obersten Gott Mercurius genannt. Caesar hat es bei den keltischen Göttern in Gallien genauso gemacht.
- Aphrodisiakum · von Aphrodite, der Göttin der Liebe
- Vulkan · von Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers
Manche Götternamen leben also bis heute in ganz alltäglichen Wörtern weiter.
Wie heißt der König der griechischen Götter?
Wie ist Zeus seinem Vater Kronos entkommen?
Welchen Teil der Welt hat Hades bei der Teilung bekommen?
Wie heißt Athene bei den Römern?
Warum trägt Athen den Namen der Göttin Athene?
Quellen 9
- British Museum, Gods and goddesses of the Greek and Roman pantheon, Blog, 7. Mai 2021 · Stand 07.05.2021, abgerufen 25.09.2026
- British Museum, Ancient Egyptian gods and goddesses, Lernmaterial für Schulen (Ages 7 to 11) · abgerufen 25.09.2026
- Colette Hemingway und Seán Hemingway, Greek Gods and Religious Practices, in: Heilbrunn Timeline of Art History, The Metropolitan Museum of Art, Oktober 2003 · Stand 01.10.2003, abgerufen 25.09.2026
- Hesiod, Theogonie, Verse 116 bis 188, 453 bis 506, 713 bis 735 und 886 bis 944, übersetzt von Hugh G. Evelyn-White (Perseus Digital Library) · abgerufen 25.09.2026
- Homer, Ilias, 15. Gesang, Verse 184 bis 193 (Perseus Digital Library) · abgerufen 25.09.2026
- Thukydides, Der Peloponnesische Krieg, Buch 6, Kapitel 54, übersetzt von Richard Crawley (Perseus Digital Library) · abgerufen 25.09.2026
- Columbia University, Media Center for Art History, The Parthenon Frieze, East Frieze · abgerufen 25.09.2026
- Tacitus, De origine et situ Germanorum (Germania), Kapitel 9, lateinischer Text bei Wikisource · abgerufen 25.09.2026
- Caesar, De bello Gallico, Buch 6, Kapitel 17 und 21, lateinischer Text (The Latin Library) · abgerufen 25.09.2026
Diese Seite zitieren
quickpedia.de: "Griechische Götter: Liste mit Namen, römischen Namen und Beschreibungen". Stand: 29.09.2026. Online unter: https://quickpedia.de/geschichte/mythologie/griechische-goetter (abgerufen am [Datum Deines Abrufs]).
quickpedia.de. (2026, 29. September). Griechische Götter: Liste mit Namen, römischen Namen und Beschreibungen. Abgerufen am [Datum Deines Abrufs], von https://quickpedia.de/geschichte/mythologie/griechische-goetter
Fehler melden / Ergänzung vorschlagen
Danke, wir sehen uns das an.