Heilige Drei Könige - Was wird gefeiert?

Heilige Drei Könige am 6. Januar heißt in der katholischen Kirche Hochfest der Erscheinung des Herrn. Die Kirche erinnert an drei Ereignisse, in denen sich Jesus als Gottes Sohn gezeigt hat, allen voran den Besuch der Sterndeuter aus dem Osten. Gesetzlicher Feiertag ist der Tag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. Rund um den 6. Januar ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus.
Heilige Drei Könige am 6. Januar heißt in der katholischen Kirche Hochfest der Erscheinung des Herrn, auch Epiphanie genannt. Die Kirche erinnert an diesem Tag an drei Ereignisse, in denen sich nach christlichem Glauben die Göttlichkeit Jesu gezeigt hat. Das sind die Anbetung durch die Sterndeuter aus dem Osten, die Taufe im Jordan und das Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana. Gesetzlicher Feiertag ist der 6. Januar in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. In den übrigen 13 Ländern ist er ein gewöhnlicher Arbeitstag.
Was an Heilige Drei Könige gefeiert wird
Im Westen hat sich nach katholisch.de der Name "Heilige Drei Könige" eingebürgert, weil die Sterndeuter in den Mittelpunkt gerückt sind. Über viele Jahre war der 6. Januar auch der Tag, an dem die Kirche die Geburt Christi gefeiert hat. In den Ostkirchen ist das bis heute so.
Das Matthäusevangelium erzählt, dass Sterndeuter aus dem Osten einem Stern nach Jerusalem gefolgt sind. Sie haben das Kind in Betlehem gefunden, sind vor ihm niedergefallen und haben ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe gebracht.
Die Bibel nennt weder die Zahl noch den Titel. Im Matthäusevangelium ist nur von Sterndeutern aus dem Osten die Rede, griechisch "Magoi". Erst an der Wende vom zweiten zum dritten Jahrhundert hat man aus den kostbaren Gaben auf ihre Dreizahl geschlossen. Etwa zur selben Zeit sind sie erstmals als Könige bezeichnet worden. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar sind um das Jahr 500 zum ersten Mal genannt worden.
Die Heiligen Drei Könige und Köln
Für Deutschland ist das Jahr 1164 entscheidend. Der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, Kanzler Kaiser Friedrich Barbarossas, hat die Reliquien der Heiligen Drei Könige am 11. Juni 1164 in Pavia vom Kaiser erhalten und aus dem eroberten Mailand nach Köln gebracht. Köln ist dadurch zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Mittelalters geworden.
Der Bedeutungszuwachs war ein entscheidender Anstoß für den Neubau der Kathedrale. 1248 ist der Grundstein für den heutigen gotischen Dom gelegt worden. Die Stadt Köln hat die drei Kronen in ihr Stadtwappen aufgenommen. Die älteste erhaltene Darstellung des Wappens findet sich in den Fenstern des Domchores, die um 1300 entstanden sind.
Von den Sterndeutern zum Kölner Dom
- um 200Aus den drei Gaben wird auf drei Sterndeuter geschlossen. Etwa zur selben Zeit heißen sie erstmals Könige.
- um 500Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals genannt.
- 1164Rainald von Dassel bringt die Reliquien aus Mailand nach Köln.
- 1248Der Grundstein für den gotischen Kölner Dom wird gelegt.
- 1959Die erste Aktion Dreikönigssingen findet statt.
Wann Heilige Drei Könige ist
Der Termin ist fest, immer der 6. Januar. Der Wochentag wechselt deshalb von Jahr zu Jahr.
| Jahr | Heilige Drei Könige |
|---|---|
| 2026 | Dienstag, 6. Januar |
| 2027 | Mittwoch, 6. Januar |
| 2028 | Donnerstag, 6. Januar |
| 2029 | Samstag, 6. Januar |
| 2030 | Sonntag, 6. Januar |
Mit dem 6. Januar enden die zwölf heiligen Nächte, die mit der Weihnachtsnacht beginnen. Man nennt diese Zeit auch die Rauhnächte oder die "Zeit zwischen den Jahren". Im Brauchtum gilt der Dreikönigstag vielfach auch als eigentlicher Jahresbeginn und heißt dann "Großneujahr". Die Weihnachtszeit endet in der katholischen Kirche erst mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag danach.
Wo der 6. Januar frei ist
Heilige Drei Könige ist in drei Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Sachsen-Anhalt ist dabei das einzige ostdeutsche Land.
Alle Feiertage eines Jahres stehen in den Übersichten für 2026 und 2027.
Die Sternsinger
Rund um den 6. Januar ziehen Kinder als Könige verkleidet von Haus zu Haus, bringen die Botschaft von der Geburt Jesu und sammeln Spenden für Kinder in aller Welt. Dabei schreiben sie mit Kreide den Segen an die Tür, zum Beispiel "20*C+M+B+27". Die heute übliche Schreibweise wird als "Christus mansionem benedicat" gelesen, auf Deutsch "Christus segne dieses Haus".
Früher war es ein Brauch, die Häuser unter den Schutz der Heiligen Drei Könige zu stellen und ihre Anfangsbuchstaben CMB oder KMB mit der Jahreszahl auf den Türsturz zu schreiben. Die Buchstaben standen also tatsächlich für die Namen der Könige. Erst die heutige Schreibweise wird als lateinischer Segensspruch aufgelöst.
Die erste Aktion Dreikönigssingen hat im Januar 1959 stattgefunden. Zwei Jahre später hat das Kindermissionswerk sie gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend durchgeführt. Seit dem Start haben die Sternsingerinnen und Sternsinger nach Angaben des Kindermissionswerks mehr als 1,475 Milliarden Euro gesammelt, für Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. Die Aktion 2027 steht unter dem Motto "Gutes Essen, starke Kinder" mit dem Beispielland Guatemala. Seit mehr als 40 Jahren bringen die Sternsinger ihren Segen auch in die Politik, etwa ins Bundeskanzleramt.
Wie heißt der 6. Januar in der katholischen Kirche offiziell?
Was sagt das Matthäusevangelium über die Zahl der Sterndeuter?
Wie wird die heutige Schreibweise C+M+B gelesen?
Wann sind die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln gekommen?
In welchen Bundesländern ist der 6. Januar ein gesetzlicher Feiertag?
Quellen 10
- Kölner Dom, Der Weg der Heiligen Drei Könige · abgerufen 26.09.2026
- Fabian Brand, Von alters her ein Schwellentag: Viel Brauchtum um die drei Könige, katholisch.de, 5. Januar 2025 · Stand 05.01.2025, abgerufen 26.09.2026
- katholisch.de, Magier oder Heilige Drei Könige?, 23. Juli 2014 · Stand 23.07.2014, abgerufen 26.09.2026
- katholisch.de, Unser Kirchenjahr, Erscheinung des Herrn, Epiphanie und Heilige Drei Könige · abgerufen 26.09.2026
- katholisch.de, Die Sternsinger: Wie eine 13-Jährige Kindern in Not helfen wollte · abgerufen 26.09.2026
- Kindermissionswerk Die Sternsinger, Pressemappe Aktion Dreikönigssingen · abgerufen 26.09.2026
- Kindermissionswerk Die Sternsinger, 108 Sternsinger zu Gast im Kanzleramt, Pressemitteilung · abgerufen 26.09.2026
- Gesetz über die Sonntage und Feiertage (Feiertagsgesetz) Baden-Württemberg, § 1 · abgerufen 16.09.2026
- Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsgesetz, FTG) Bayern, Art. 1 · abgerufen 16.09.2026
- Gesetz über die Sonn- und Feiertage (Sachsen-Anhalt), § 2 · abgerufen 16.09.2026
Diese Seite zitieren
quickpedia.de: "Heilige Drei Könige: Bedeutung, Termine und wo am 6. Januar frei ist". Stand: 26.09.2026. Online unter: https://quickpedia.de/feiertage/heilige-drei-koenige (abgerufen am [Datum Deines Abrufs]).
quickpedia.de. (2026, 26. September). Heilige Drei Könige: Bedeutung, Termine und wo am 6. Januar frei ist. Abgerufen am [Datum Deines Abrufs], von https://quickpedia.de/feiertage/heilige-drei-koenige
Fehler melden / Ergänzung vorschlagen
Danke, wir sehen uns das an.